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Wissenschaftlicher Hintergrund


Kann sich unser Gesundheitswesen eine zusätzliche Leistung wie die Nachsorge überhaupt leisten? Eine wissenschaftliche Kosten-Nutzen-Analyse auf der Datenbasis des Bunten Kreises in Augsburg brachte ein für viele überraschendes Ergebnis: Versorgung mit Nachsorge ist in den meisten Fällen sogar kostengünstiger als ohne Nachsorge, weil die Liegezeiten in den Kliniken reduziert werden.

Die Sozioökonomische Studie verglich anhand gesundheitsökonomischer und sozialwissenschaftlicher Indikatoren und Methoden die Nachsorge des Bunten Kreises mit der herkömmlichen Versorgung. Zielgruppe der Studie waren Früh- und Risikogeborene unter der 32 Schwangerschaftswoche SSW beziehungsweise unter 1500 Gramm Geburtsgewicht sowie reifere Kinder mit Zusatzerkrankungen, Fehlbildungen oder psychosozialen Belastungen, die eine Nachsorge erforderten. Sie waren ausgewählt worden, weil sie die größte Patientengruppe in der Nachsorge sind und damit die für eine wissenschaftliche Studie notwendige Fallzahl bieten. Laut Studie entstehen 98 Prozent der Kosten in der stationären Behandlung und Pflege. Deutlich war der Einspareffekt bei den Kindern ab einem Reifealter von 28 Schwangerschaftswochen (SSW), weil sich in dieser Altersgruppe die Liegezeiten am stärksten reduzieren lassen.

Die Studie belegt zudem, dass Eltern mit Nachsorge deutlich zufriedener sind als ohne. Diese Eltern sahen deutlich seltener Lücken in der Absprache zwischen niedergelassenen und Klinik-Ärzten als Eltern ohne Nachsorge und beklagten seltener das Fehlen einer zentralen Vermittlungsstelle. Die betreuten Familien waren fast durchgehend hochzufrieden mit der Betreuung durch den Bunten Kreis.

Kurzfassung der Studie im Internet unter www.beta-institut.de. Durchgeführt wurde die Studie am Institut für Volkswirtschaftslehre der Universität Augsburg in Zusammenarbeit mit weiteren Einrichtungen.




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